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KlennaSchule

Klenna KI-Pass

Was der KI-Pass prüft und wann man besteht

Hier steht die Prüfungsordnung des Klenna KI-Pass. Die Zahlen kommen aus derselben Datei, nach der die Prüfung auf dieser Plattform läuft, und ändern sich mit ihr.

Der Name „Klenna KI-Pass“ ist ein Arbeitstitel.

Derzeit läuft jede Prüfung auf dieser Plattform als Probelauf. Die Prüfungsfragen sind noch nicht von Fachleuten gegengelesen, und ein Probelauf ergibt keinen Nachweis.

Wer den KI-Pass ausstellt

Aussteller ist Klenna, betrieben von Kilian Hiller, 91301 Forchheim. Keine unabhängige Stelle hat den KI-Pass begutachtet, und er ist kein staatlicher Abschluss.

Die Kriterien stehen offen, damit jede Schule, jeder Betrieb und jede Hochschule selbst beurteilen kann, was ein Nachweis aussagt. Ausgerichtet sind sie an zwei europäischen Kompetenzrahmen, AILit und DigComp 3.0.

Alle Kompetenzen mit Quelle

Die Stufen im Überblick

Basis, Anwender und Profi bauen aufeinander auf. Die Rollenmodule sind Aufsätze für eine bestimmte Gruppe und prüfen, was dort gelehrt wird.

StufeFürAufgabenZeitBestehenDazuWege
BasisLernende4145 Minuten29 richtige, 70 Prozentnichtsin der Klasse, selbstständig
AnwenderLernende4060 Minuten28 richtige, 70 Prozent2 Produktionsaufgabenin der Klasse, selbstständig
ProfiLernende––Portfolio und GesprächKette, Belegdossier, System, Verteidigungin der Klasse
LehrkraftLehrkräfte und Dozierende2535 Minuten18 richtige, 72 Prozenteine Produktionsaufgabeselbstständignur mit Platz im Modul
Schule 14+Schülerinnen und Schüler ab 141215 Minuten9 richtige, 75 Prozenteine Produktionsaufgabein der Klasse, selbstständig
AzubiAuszubildende68 Minuten5 richtige, 83 Prozenteine Produktionsaufgabeselbstständignur mit Platz im Modul
HochschuleLehrkräfte und Dozierende68 Minuten5 richtige, 83 Prozenteine Produktionsaufgabeselbstständignur mit Platz im Modul

Bestanden ab der genannten Zahl richtiger Aufgaben und in jedem Bereich mindestens 50 Prozent.

Was jede Stufe prüft

Jede Prüfung zieht ihre Aufgaben nach einem festen Plan aus den Bereichen ihrer Stufe. Wer einen Bereich weitgehend verfehlt, besteht nicht, auch wenn die Gesamtzahl reicht.

Basis

BereichAufgabenKompetenzen
Was KI ist und wann sie passt8Rolle und Einfluss von KI in verschiedenen Zusammenhängen erkennen., Beschreiben, wie KI-Systeme Aufgaben erledigen, und dabei verbreitete Fehlvorstellungen klären., Nach Art der Aufgabe entscheiden, ob KI eingesetzt wird., Für eine Aufgabe den passenden KI-Ansatz wählen, indem man vergleicht, wie Systeme arbeiten und wofür sie taugen., Informatisches Denken und Programmieren
Aufträge formulieren und nachschärfen9Generative KI so steuern, dass sie Rückmeldung gibt, Ergebnisse verbessert und das Nachdenken unterstützt., Digitale Inhalte entwickeln, Digitale Inhalte einbinden und weiterbearbeiten, Den KI-Einsatz während der ganzen Problemlösung beobachten und bewerten.
Ausgaben und Quellen prüfen11Beurteilen, ob KI-Ausgaben übernommen, überarbeitet oder verworfen werden., Informationen bewerten, Informationen suchen, finden und filtern, Über digitale Technologien an der Gesellschaft teilhaben, KI-Systeme verbessern, damit sie menschlichem Wohl und gesellschaftlichem Nutzen dienen.
Daten schützen, Täuschung erkennen8Personenbezogene Daten und Privatsphäre schützen, Geräte schützen, Prüfen, wie KI Echtheit von Inhalten und geistiges Eigentum schützen oder verletzen kann., Über digitale Technologien teilen, Die digitale Identität verwalten
Wirkung und Verantwortung5Untersuchen, wie vorhersagende KI Empfehlungen gibt, die Sichtweisen erweitern oder einengen., Vergleichen, wie KI-Systeme Energie und natürliche Ressourcen verbrauchen., Erklären, wie KI gesellschaftliche Verzerrungen verstärken kann., Prüfen, wie gut der Einsatz eines KI-Systems zu ethischen Grundsätzen und menschlichen Werten passt., Urheberrecht und Lizenzen

Profi

Statt Aufgaben zum Ankreuzen drei schriftliche Teile, geschrieben innerhalb von 14 Tagen und von einer Lehrkraft oder Dozentin nach Raster bewertet. Dazu ein Gespräch von 15 Minuten, in dem die Person ihr Portfolio verteidigt. Bestanden ist, wenn jeder Teil mindestens ausreichend ist und die Verteidigung gelingt.

Das Portfolio gibt es nur in der Klasse. Wer die eigene Arbeit selbst bewertet und sich selbst verteidigt, hat nichts geprüft.

Produktionsaufgaben

Eine Produktionsaufgabe ist ein eigener Text statt einer Auswahl. Ein Raster bewertet ihn in 4 Merkmalen mit zusammen höchstens 12 Punkten; ausreichend ist er ab 8 Punkten. In der Klasse bewertet die Lehrkraft. Selbstständig prüft die Plattform einige Merkmale nach festen Regeln vor, die Person bewertet sich selbst, und der Nachweis sagt genau das.

Zwei Wege

Jede Stufe lässt sich auf einem oder auf beiden Wegen ablegen. Der Nachweis nennt immer den Weg.

Weg 1: in der Klasse

Aufsicht: Eine Lehrkraft, Ausbilderin oder Dozentin startet die Sitzung mit einem Sitzungscode und bestätigt die Anwesenheit.

KI-Hilfe: Nein, im Auswahlteil nicht.

Im Nachweis steht: „verifiziert, Aufsicht durch Einrichtung“

Weg 2: selbstständig

Aufsicht: Keine.

KI-Hilfe: Ja. Bei der Anwendungsaufgabe ist die KI-Nutzung Teil der Aufgabe und wird mit bewertet.

Im Nachweis steht: „selbstständig abgelegt“

In der Klasse zählt die Seite, wie oft jemand die Prüfungsseite verlässt. Das ist ein Hinweis für die Aufsicht und nie ein Grund zum Durchfallen.

Wiederholen

  • Nach einem nicht bestandenen Versuch geht es in der Klasse frühestens am nächsten Tag weiter, selbstständig nach 7 Tagen.
  • Höchstens 3 Versuche je Stufe in 90 Tagen.
  • Eine Aufgabe aus einem früheren Versuch derselben Person kommt nicht wieder, solange genug andere da sind.

Beispielaufgaben

Je Bereich der Stufen Basis und Anwender eine Frage aus den Lektionen, so wie sie in der App und auf den Arbeitsblättern steht. Die Prüfung stellt andere Aufgaben zu denselben Kompetenzen; ihre Fragen sind nicht öffentlich.

Basis: Was KI ist und wann sie passt

Was bekommst du, wenn du einer KI etwas schreibst?

  1. Dieselbe Antwort, die jeder andere auch bekommt
  2. Eine Liste von Webseiten, auf denen die Antwort vielleicht steht
  3. Eine eigens geschriebene Antwort in ganzen Sätzen
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Richtig ist C. Eine Suchmaschine zeigt, wo etwas steht. Eine KI schreibt selbst, ohne dir zu zeigen, woher.

Aus der Lektion „Was ist eine KI überhaupt?“, Kapitel „Erste Schritte“.

Basis: Aufträge formulieren und nachschärfen

Du darfst in einem Prompt nur eine einzige Angabe machen. Welche bringt am meisten?

  1. In welchem Ton er geschrieben sein soll
  2. Wie lang er werden soll, in Wörtern oder Zeichen
  3. Für wen der Text ist, wer ihn am Ende liest
Lösung zeigen

Richtig ist C. Der Empfänger legt Ton, Wortwahl, Höflichkeit und oft auch die Länge fest. Aus einer Angabe folgen die anderen beiden. Umgekehrt geht das nicht: „150 Wörter, sachlich“ sagt nichts darüber, ob geduzt oder gesiezt wird.

Aus der Lektion „Dein erster richtiger Prompt“, Kapitel „Erste Schritte“.

Basis: Ausgaben und Quellen prüfen

Laut KI hat dein Fitnessstudio von 6 bis 22 Uhr offen. Wie verlässlich ist das?

  1. Verlässlich, im Zweifel nennt eine KI den weitesten Zeitraum
  2. Gar nicht, erst die Studioseite oder ein Anruf macht daraus eine Auskunft
  3. Verlässlich, Öffnungszeiten ändern sich praktisch nie
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Richtig ist B. Du bekommst eine Zeit, die für ein Studio üblich klingt. Ob sie stimmt, zeigt erst die Seite.

Aus der Lektion „Was ist eine KI überhaupt?“, Kapitel „Erste Schritte“.

Basis: Daten schützen, Täuschung erkennen

Du hast in drei Tagen einen Arzttermin. Wofür ist die KI vorher wirklich zu gebrauchen?

  1. Vorab klären lassen, ob der Termin überhaupt nötig ist
  2. Deine Symptome eintragen und dir die drei wahrscheinlichsten Ursachen nennen lassen
  3. Fragen sammeln, die du im Termin stellst, und Fachbegriffe erklären lassen
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Richtig ist C. Eine Fragenliste macht den Termin messbar besser: Du vergisst nichts und verstehst die Antworten. Eine Ursachenliste dagegen ist eine Wahrscheinlichkeitsschätzung ohne Untersuchung. Sie macht dir Angst oder nimmt dir eine, die berechtigt war.

Aus der Lektion „Wo du besser die Finger weglässt“, Kapitel „Erste Schritte“.

Basis: Wirkung und Verantwortung

Ein Spamfilter hat aus Tausenden markierten Mails gelernt, welche Werbung sind. Was ist er?

  1. Ein gelerntes System, weil es die Merkmale von Spam selbst aus Beispielen abgeleitet hat
  2. Ein Suchprogramm, weil es jede neue Mail mit einer festen Liste bekannter Absender abgleicht
  3. Ein Regelprogramm, weil am Ende immer eine feste Entscheidung zwischen Spam und kein Spam steht
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Richtig ist A. Die Ja-oder-nein-Entscheidung am Ende sagt nichts darüber, wie sie zustande kommt. Entscheidend ist, dass niemand die Merkmale von Spam einzeln aufgeschrieben hat.

Aus der Lektion „Wie eine KI lernt“, Kapitel „KI verstehen“.

Anwender: Arbeit zerlegen und begleiten

Du hast zehn Tage bis zur Klausur. Was ist der beste Plan?

  1. Ab Tag 1 lernen und abfragen, ältere Themen in wachsenden Abständen erneut einstreuen
  2. Tag 1 bis 8 den Stoff durcharbeiten, Tag 9 und 10 komplett wiederholen
  3. Jeden Tag ein Thema abschließen und an den letzten zwei Tagen alles lesen
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Richtig ist A. Verteilte Wiederholung und gemischte Themen fühlen sich anstrengender an und schlagen den Block am Ende deutlich. Ein Thema abzuschließen und liegen zu lassen ist dagegen die Variante, von der bis zur Klausur am meisten wieder weg ist.

Aus der Lektion „Lernplan und Abfragen“, Kapitel „Uni, Schule, Prüfungen“.

Anwender: Anspruchsvoll steuern und gestalten

Was ist der beste Test, ob du etwas wirklich verstanden hast?

  1. Du erkennst in der Altklausur bei jeder Frage die richtige Antwort wieder
  2. Du erklärst es ohne Vorlage jemandem, der das Fach nicht kennt
  3. Du kannst die Definition samt allen Fachbegriffen fehlerfrei aus dem Kopf aufsagen
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Richtig ist B. Definition und Wiedererkennen prüfen dein Gedächtnis; erklären prüft, ob die Teile zusammenhängen. Genau das übst du mit einer KI: Du erklärst, sie fragt nach, und wo du ins Stocken kommst, sitzt die Lücke.

Aus der Lektion „Erklären lassen, bis es klick macht“, Kapitel „Uni, Schule, Prüfungen“.

Anwender: Mit Daten und Quellen prüfen

Woran erkennst du am schnellsten eine erfundene Stelle in einer Zusammenfassung?

  1. Sie ist auffällig konkret: Zahlen, Jahre oder Namen, die im Ausgangstext nicht stehen
  2. Sie steht am Ende, wo der Text dünner wird und das Modell ergänzen muss
  3. Sie ist allgemeiner formuliert als der Rest und nennt keine einzige Zahl
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Richtig ist A. Erfindungen sind meist die präzisesten Stellen: „Müller (2019) zeigt auf S. 47 …“. Das Format einer Belegangabe erzeugt ein Modell genauso mühelos wie ihren Inhalt. Eine vage Stelle ohne Zahl ist eher unergiebig als erfunden, und wo im Text sie steht, sagt nichts.

Aus der Lektion „Zusammenfassen ohne Blödsinn“, Kapitel „Uni, Schule, Prüfungen“.

Anwender: Verantwortung beim Einsatz

Was ist der praktischste Grund, keine ganze Hausarbeit schreiben zu lassen, abgesehen von den Regeln?

  1. Du kannst in der Rückfrage nicht erklären, was du geschrieben hast
  2. Die Sprache ist zu glatt und fällt beim Lesen sofort auf
  3. Die Erkennungsprogramme der Hochschulen finden KI-Texte zuverlässig
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Richtig ist A. Erkennungsprogramme irren in beide Richtungen und werden deshalb kaum noch allein herangezogen; glatte Sprache ist ein Verdacht, kein Beleg. Die mündliche Rückfrage entscheidet, und sie kommt genau bei den auffällig glatten Arbeiten.

Aus der Lektion „Wo Betrug anfängt“, Kapitel „Uni, Schule, Prüfungen“.

Anwender: Werkzeuge wählen und belegen

Du fotografierst eine handschriftliche Vorlesungsmitschrift. Was ist die beste Aufgabe dazu?

  1. „Übertrag den Text und markier, wo du unsicher gelesen hast“
  2. „Übertrag den Text und korrigier gleich meine Rechtschreibfehler“
  3. „Übertrag den Text und gliedere ihn nach Themen“
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Richtig ist A. Bei Handschrift wird geraten, und ohne Markierung siehst du nicht, wo. Korrigieren und Gliedern verändern den Text zusätzlich. Danach kannst du nicht mehr unterscheiden, was falsch gelesen und was verbessert wurde.

Aus der Lektion „Dateien und Bilder mitgeben“, Kapitel „Die Profi-Kette“.

Was der KI-Pass nicht ist

Kein staatlicher Abschluss, keine Begutachtung durch eine unabhängige Stelle und keine Bescheinigung einer gesetzlichen Pflicht.

Was ein Nachweis aussagt und wie man ihn prüft

Einen Nachweis widerrufen kann die Person selbst. Die Lehrkraft, unter deren Aufsicht geprüft wurde, kann ihn bis 30 Tage nach der Prüfung zurückziehen, wenn getäuscht wurde oder etwas schiefging. Auch der Anbieter kann ihn widerrufen. Ein widerrufener Nachweis erscheint auf der Prüfseite als widerrufen.